Tonleitern · Moll
Die a-Moll-Tonleiter
Die a-Moll-Tonleiter hat sieben Töne und keine Vorzeichen. Ihre Akkorde: Am, Hdim, C, Dm, Em, F, G, dazu E als starke V. Hör dir die Tonleiter, jeden Akkord und die gängigen Akkordfolgen an.
A – H – C – D – E – F – G – A · tippe auf eine Taste, um sie zu hören
Die Töne der Tonleiter
A, H, C, D, E, F, G, dann wieder A.
Alle natürlichen Moll-Tonleitern folgen derselben Reihe aus Ganz- und Halbtönen: Ganzton, Halbton, Ganzton, Ganzton, Halbton, Ganzton, Ganzton. Ein Ganzton überspringt eine Taste, ein Halbton geht zur Nachbartaste, schwarz oder weiß.
Im Notensystem
In den Noten stehen die Vorzeichen einmal am Zeilenanfang, darum braucht keine Note ein Versetzungszeichen. Die rechte Hand im Violinschlüssel, die linke eine Oktave tiefer im Bassschlüssel. Tippe auf eine Note, um sie zu hören.
Die Akkorde von a-Moll
Schichte auf jeden Ton der Tonleiter drei Töne der Tonleiter, immer einen überspringend: So entstehen die sieben Akkorde der Tonart. In Moll kommen sie immer in derselben Reihenfolge: Moll, vermindert, Dur, Moll, Moll, Dur, Dur. Die römischen Ziffern zählen die Stufen vom Grundton aus; große Ziffern stehen für Dur-Akkorde.
Akkordfolgen in a-Moll
Dunkel, weit und treibend: ein Liebling von Filmmusik und großen Moll-Refrains.
Die Dur-V, geliehen aus harmonisch Moll, zieht viel stärker nach Hause als die eigene Moll-v.
Der Bass steigt vier Stufen hinab bis zur Dur-V: der Klang des Flamenco.
Die Jazz-Wendung in Moll: halbvermindert, Dominantseptakkord, nach Hause.
Mit der Moll-v der Tonleiter: weicher, älter, volksliedhaft.
Jeder Grundton fällt eine Quinte: der Quintenzirkel innerhalb einer Tonart.
Die V in Moll. Nach der Tonleiter ist die v Em, aber die meisten Stücke in a-Moll erhöhen den siebten Ton, G, um einen Halbton zu Gis. Damit wird die v zu E (E, Gis, H), mit Septime zu E7. Das ist die Dur-V aus harmonisch Moll, die viel stärker nach Am zieht. Sie ist die letzte Kachel oben; hör dir den Unterschied bei „Moll mit starker V“ an.
| Stufe | Akkord | Töne | Septakkord |
|---|---|---|---|
| i | Am | A – C – E | Am7 |
| ii° | Hdim | H – D – F | Hm7♭5 |
| III | C | C – E – G | Cmaj7 |
| iv | Dm | D – F – A | Dm7 |
| v | Em | E – G – H | Em7 |
| VI | F | F – A – C | Fmaj7 |
| VII | G | G – H – D | G7 |
| V | E | E – Gis – H | E7 |
Mit Septakkorde bekommt jeder Akkord einen Ton dazu, die Septime über dem Grundton (natürlich aus der Tonleiter): der Klang von Jazz, Soul und Filmmusik. Alle Tonarten: die Akkorde jeder Tonart.
Die Vorzeichen
Die a-Moll-Tonleiter hat keine Vorzeichen (nur weiße Tasten). Stücke in a-Moll haben darum weder Kreuze noch b am Zeilenanfang.
Die Paralleltonart ist C-Dur: dieselben Töne ab C, also dieselben sieben Akkorde. Alle Tonarten im Quintenzirkel, alle Vorzeichen bei den Vorzeichen.
Der Fingersatz
- Rechte Hand (aufwärts): 1 2 3 1 2 3 4 5
- Linke Hand (aufwärts): 5 4 3 2 1 3 2 1
1 ist der Daumen. Abwärts dieselben Finger in umgekehrter Reihenfolge.
So übst du sie
- Erst jede Hand allein, langsam und mit Metronom. Gleichmäßigkeit vor Tempo: Jeder Ton gleich lang und gleich schwer.
- Achte auf den Daumen: Er geht weich unter der Hand durch, ohne dass die Hand springt.
- Wenn es langsam gleichmäßig klappt, stell das Metronom Schritt für Schritt schneller. Dann beide Hände zusammen, eine Oktave auseinander.
- Danach die Akkorde: links der Grundton, rechts der Akkord, und die Akkordfolgen oben, ohne auf die Hände zu schauen.
Ist deine Tonleiter wirklich gleichmäßig? Ivory hört dir beim Spielen zu und sagt dir, was nicht stimmt: ein fehlender Ton, eine Hand, die zu spät kommt, ein ungleichmäßiger Akkord. Dann spielt es dir vor, wie es klingen soll.
Häufige Fragen
Welche Akkorde gehören zu a-Moll?
Die sieben Akkorde von a-Moll sind Am, Hdim, C, Dm, Em, F, G. Die meisten Stücke in a-Moll benutzen außerdem die Dur-V aus harmonisch Moll, E (und E7).
Welche Töne hat die a-Moll-Tonleiter?
A, H, C, D, E, F, G, dann wieder A.
Wie viele Vorzeichen hat a-Moll?
Die a-Moll-Tonleiter hat keine Vorzeichen (nur weiße Tasten).
Ist die V in a-Moll E oder Em?
Beides kommt vor. Nach der Tonleiter ist es Em (v), aber die meisten Stücke in a-Moll erhöhen den siebten Ton von G zu Gis und bekommen so E. Diese Dur-V führt viel stärker zurück nach Am.
Was ist die Paralleltonart von a-Moll?
C-Dur: dieselben Töne, ab C.